Stadträtinnen
Gerlinde Ames FDP
Sylvia Hiß-Petrowitz ÖDP
Gaby Lamparsky FDP
Initiativantrag zur künftigen Nutzung des Areals Karl Olga Haus
Die Situation für das Karl-Olga-Haus verschlechtert sich zunehmend durch
Es besteht Handlungs- und Diskussionsbedarf. Der Gemeinderat hat Herrn Alber und die Stadt-verwaltung gebeten, neue Konzepte und Überlegungen zur Zukunft des KOHs anzustellen.
Wir möchten uns mit drei Denkmodellen in die laufende Diskussion einbringen.
d.h. KOH und Klinikum zusammenführen, um beide von der Stadt getragene Einrichtungen zu stärken und Synergien zu nutzen.
Das Klinikum hat sich in den letzten 5 Jahren als gGmbH sehr gut entwickelt. Nach Abschluß des laufenden Maßnahmenprogramms wird das Klinikum seinen wirtschaftlichen Erfolg verstärkt über Kooperationen und Zusammenschlüsse sichern müssen. Hierfür ist das KOH als ebenfalls städtische Einrichtung prädestiniert. Die Berührungsstelle zwischen KOH und Klinikum ist die Geriatrische Rehabilitation. Eine Verlegung der geriatrischen Reha- Abteilung von Klinikum ins KOH könnte zu beider Nutzen sein, denn
Auf längere Sicht ist ein Pflegeheim in dieser Form schwerlich überlebensfähig, da sowohl langfristig bauliche und vorschriftsmässige Defizite vorhanden sind. Die Pflege geht z.T. auch aus Kostengründen neue Wege, Pflegebedürftige zu versorgen. Dazu gehören vermehrt tagespflegerische Angebote.
Die Pflegereform geht schon seit 1.07.2008 in diese Richtung durch Aufstockung der Leistungen für die Tagespflege. Seit dieser Zeit gibt es für die einzelnen Pflegestufen Zuschüsse, die zweckgebunden in der Tagespflege eingesetzt werden können/müssen. Das bedeutet es werden für die
Eine Seniorentageseinrichtung in unserer Stadt könnte unter dem (räumlichen)Dach des KOH folgende Angebote bereithalten. Der Altenheimbetrieb wird dazu in der jetzigen Form nach und nach eingestellt und statt dessen werden Tagespflegeplätze angeboten für Menschen mit Demenz (inzw.ca.60 % der Pflegestufen) und Senioren mit anderen pflegenotwendigen Erkrankungen und gesunde Senioren, die ganztags, halbtags oder stundenweise betreut werden. Ansonsten können sie in Ihrer häuslichen Umgebung bleiben.
Es beinhaltet alle
Für diese Weiterentwicklung und Konzeption spricht:
Unser 3. Denkmodell bezieht sich auf das Gesamtgelände von KOH, altes Hallenbad, Spektrum, Personalwohnheim und betreutes Wohnen an der Ehlersstraße.
Die Stadt sollte u. E. das Gelände nicht aus der Hand geben und als Ganzes entwickeln zu einen "Treffpunkt der Generationen".
Denn schon heute treffen hier mit KOH, betreutem Wohnen und dem Waldorf-Kindergarten die Generationen aufeinander. Der vorhandene Park könnte zu einem Treffpunkt für Jung und Alt weiterentwickelt werden mit Spielmöglichkeiten und evtl. einem kleinen Therapiegarten.
Auf dem Hallenbadgelände könnten Mehrgenerationen-Häuser entstehen, u. U. ließe sich dort auch ein Familientreff integrieren. Städtische Partner für eine solche Entwicklung könnten die SWG und das Klinikum sein.
Es handelt sich um wertvolle, stadtnahe Grundstücksflächen, vieles ist von dort sogar fußläufig zu erreichen (Schulen, Kindergärten, Sporthallen, Geschäfte).
Wir beantragen, baldmöglichst die Bildung einer internen, fachkompetenten Projektgruppe, die ggf. durch externe Fachberatung begleitet und ergänzt wird.
Diese Projektgruppe soll sich mit der Neukonzeption des KOH `s und Gesamtgelände befassen und dabei unsere Gedanken, Vorschläge und wertvolle Anstösse mit aufnehmen.
Gez. Gerlinde Ames ,Sylvia Hiß-Petrowitz, Gaby Lamparsky 12.07.2010